Regeländerungen Saison 2019

23.09.2018

Am 22. 9. 2018 wurden die Organisationsleiter der Länder darüber informiert, welche Änderungen es für 2019 im Reglement des DWC geben wird. Zum Glück sind es nicht allzu viele und nicht allzu gravierende. Für den Deutschen Ballettwettbewerb und seine Regionalwettbewerbe werden wir jedoch nur die sinnvollen Änderungen übernehmen, nicht aber die unsinnigen.

§ 8.8 Auftrittseinschränkungen
Vergangenes Jahr wurde die Regel eingeführt, daß in kleinen Gruppen ein Tänzer innerhalb einer Klasse nur einmal auftreten darf. Diese Regel haben wir gar nicht erst übernommen. Für 2019 wurde sie nun wieder gestrichen.

Mini Solo Ballett
Da sind beim DWC auf einmal auch Variationen aus dem traditionellen, klassischen Repertoire erlaubt mit dem Hinweis, „sofern das Kind in der Lage ist, das zu tanzen.“ Diese Regel übernehmen wir NICHT! Wir sind nach wie vor der Auffassung, daß es für ein Kind von 9 Jahren oder jünger nicht sinnvoll ist, eine Variation aus dem klassischen Repertroire zu tanzen. Die Lehrer mögen sich bitte selbst etwas für das Kind Passendes ausdenken.

Kinder Solo Ballett
Da gibt es jetzt auch die Unterscheidung in KSB (= freie Choreographie des Lehrers) und KSBR (Repertoire). Diese Differenzierung übernehmen wir, wenngleich ich eine klassische Originalvariation auf Schläppchen für reichlich fragwürdig halte, es sei denn der Lehrer ändert alle speziellen Spitzenschritte so, daß sie für Schläppchen passen. Aber ist es dann noch „Repertoire“? Das steht nicht im Reglement des DWC. 
In der Klasse KSPB = „Kinder Solo Ballett auf Spitze nicht Repertoire“ ist es beim DWC ab 2019 auch erlaubt in Schläppchen oder barfuß zu tanzen. Diese Regel übernehmen wir NICHT, denn sie wäre m.E. ein Rückschritt. Das gleiche gilt für die Klassen JSB und ASB nicht Repertoire. Auch hier sind beim DWC außer Spitzenschuhen auch Schläppchen oder barfuß erlaubt. Ich finde in Übereinstimmung mit der Mehrheit der Lehrer, eine Tänzerin, die ein klassisches Solo zeigt, sollte in dieser Altersstufe in der Lage sein, dieses Solo auf Spitze zu tanzen. Wenn sie das nicht kann, soll sie lieber in einer anderen Stilrichtung ein Solo zeigen.

Zeitlimit für klassische Soli
Achtung! Die Zeitänderung für klassische Soli, nämlich die Verlängerung auf 2:30 Min. übernehmen wir NICHT! Ein klassisches Solo in allen Altersstufen darf auch weiterhin nur 2 Min. lang sein. Ca. 90% aller Variationen des traditionellen, klassischen Repertroires sind deutlich kürzer als 2 Min., schon weil sie extrem anstrengend sind. Es macht keinen Sinn, wegen der verschwindend geringen Anzahl von klassischen Variationen, die länger sind, das Zeitlimit zu ändern.

Quartett Ballett
MiniQB und JQB – diese Klasse gibt es ab 2019 wieder. Der DWC hat wohl eingesehen, daß die Zusammenlegung von 2018 rechlich unsinnig war.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Im Moment haben wir Probleme mit unserer E-Mail-Adresse. Wir hoffen aber, den Fehler innerhalb der nächsten Tage reparieren zu können und dann wirder ganz normal E-Mails empfangen zu können.

Tänzer Ü 25

08.05.2018

Als der Deutsche Ballettwettbewerb 1983 zum ersten Mal stattfand, war es die Idee, Kindern und Jugendlichen eine Plattform zu bieten, auf der sie ihr Können vor großem Publikum zeigen dürfen. Es gab damals nur die internationalen Ballettwettbewerbe in Varna, Lausanne, Jackson etc., aber es gab nichts für Kinder und Jugendliche. Die obere Altersgrenze war damals 16 Jahre. Aber die Kinder wurden älter, und so haben wir bereits einige Jahre später die Altersgrenze bei Gruppentänzen auf 17 Jahre verschoben. Auch beim ersten Dance World Cup 2004 war die Altersgrenze 17 Jahre.

Einzige Ausnahme war immer schon Steptanz, denn in diesem Bereich gab es fast gar nichts. Gleichzeitig gab es aber viele begeisterte Steptänzer bis ins hohe Alter hinauf. Wir hatten sogar eine extra Seniorenklasse für Steptänzer über 49 Jahre. Es meldeten sich Solisten mit 80 Jahren und älter.

Als der DWC 2007 in Vancouver, Kanada stattfand, bestanden die Kanadier darauf, auch eine Klasse für Erwachsene einzuführen. So gab es also erstmals die „Offnen Klassen“ ohne Altersbeschränkung. So weit so gut. Insbesondere in der Stilfrichtung Nationaltanz traten dann aber auf einmal in der offenen Klasse Gruppen an, deren Durschnittsalter über 50 Jahre oder noch höher lag.

Wir fragten uns, ob das noch zu einem Ballettwettbewerb paßt, der ja ursprünglich nur für Kinder und Jugendliche konzipiert war. Die Idee war und ist, den Nachwurchs zu fördern. Wenn aus den Kindern dann Erwachsene geworden sind, werden sie entweder Profitänzer, dann passen sie sowieso nicht mehr in einen Amateurwettbewerb, oder sie ergeifen einen bürgerlichen Beruf und tanzen vielleicht weiterhin aus Freude an der Bewegung. Da passen sie aber allenfalls in einen Gruppentanz.

Aus diesen Überlegungen heraus haben wir dann vor einigen Jahren das Höchstalter zur Teilnahme am Dance World Cup und damit auch am deutschen Ballettwettbewerb auf 25 Jahre gelegt. Einzige Ausnahme blieb für Deutschland der Steptanz.

Nach dem Deutschen Ballettwettbewerb 2018 sind wieder einige Lehrer auf uns zugekommen, die Schülerinnen haben, die 25 Jahre alt sind, und die auch weiterhin sehr gerne an den Wettbewerben teilnehmen würden. Nach ausführlichen Überlegungen haben wir nun folgende Änderungen der Wettbewerbsbedingungen beschlossen, die ab 2019 gelten und zwar nur für den Deutschen Ballettwettbewerb und dessen Regionalwettbewerbe, nicht jedoch für den Dance World Cup:

In allen Stilrichtungen dürfen in den Klassen „große Gruppe“ pro Tanz maximal zwei Teilnehmer antreten, die beliebig älter als 25 Jahre sind. Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß dies NICHT für den Dance World Cup gilt. Sollte sich beim Deutschen Ballettwettbewerb ein Tanz mit älteren Tänzern für den DWC qualifizieren, so muß die betreffende Schule / der Verein innerhalb einer Woche dem BFKM Bescheid geben, ob dieser Tanz beim DWC ohne die beiden älteren Tänzer starten wird bzw., welches die Ersatztänzer sind bzw., ob dieser Tanz gar nicht beim DWC antreten wird.

In Soli, Duetten, Trios, Quartetten und kleinen Gruppen sind Tänzer über 25 Jahre nach wie vor nicht zugelassen.